Sich neuen Bewusstseinsebenen öffnen

Der Neumond am 6.3.2019, lädt uns dazu ein, uns für etwas Größeres zu öffnen. Er findet im Wasserzeichen Fische statt und steht in Konjunktion zum Herrscherplaneten der Fische – Neptun. Merkur wird rückläufig und lenkt den Blick nach innen. Günstig um unbewussten Ängsten und Sehnsüchten auf die Spur zu kommen.
An diesem Tag gibt es noch ein bedeutsames Ereignis. Uranus wechselt das Zeichen. Er  wandert nun endgültig vom feurigen Widder in das Erdzeichen Stier. Der durch den Neumond symbolisierte Impuls des Neubeginns, wird in diesem Neumondhoroskop entscheidend verstärkt.
Nur wohin soll die Reise gehen?

Spirituelles Ewachen

In den Fischen und im Verbund mit Neptun geht es um das spirituelle Erwachen und um universelle Wahrheiten. Vielleicht werden auch Schleier gelüftet oder die kurzen Beine so mancher Lügen noch ein bisschen kürzer. Vielleicht gelingt es manchen auch, sich ihres höheren Selbstes bewusst zu werden.

Auffällig ist auch, dass diese Neumondkonstellation harmonisch mit Mars und Saturn zusammenwirkt. Die Übung die Welt hinter der Welt und die Wahrheit hinter dem Schleier ideologischer Verzerrungen zu ergründen, Angst wahrzunehmen und aufzulösen und neue Werte zu schaffen, kann also gelingen.

Beziehung neu denken

Ich möchte hier Jiddu Krishnamurti zitieren, zumal der Neumond, zumindest für Wien berechnet, im siebenten Haus(Beziehung)  steht. Er sagt;“ Das Ende jeder Illusion Der Mensch hat mit all seine Sorgen, mit seiner Gewalttätigkeit, mit Angst, Habgier und seiner unaufhörlichen Konkurrenzsucht eine Struktur geschaffen, die wir Gesellschaft nennen. Es ist eine Gesellschaft, deren Moral Unmoral ist, weil sie den scheinbar Schwachen ausbeutet, den Menschen, das Tier und die Erde insgesamt. Mit dem daraus erwachsenen Elend der Welt sehe ich die völlige Verantwortungslosigkeit des Menschen. In seiner sich abtrennenden Spaltung vom Anderen lebt der Menschbeziehungslos; es gibt in Wirklichkeit keine Beziehung, nur das Abzielen auf einen Vorteil auf jeder Ebene (Sicherheit als Ziel ist ebenfalls eine angestrebte Vorteilsnahme).Was wir real haben, ist eine Vorstellung von Beziehung. Schauen wir genau hin, ist dies lediglich ein Bild, das wir zur Realität erklären. Kontakt oder Zusammenleben an sich ist keine Beziehung, denn Beziehung findet nur dann statt, wenn keine innere, keine psychische Spaltung herrscht zwischen hier und dort. Unser Leben ist ein ständiger Kampf, der darin besteht, dass ich die Welt aufteile in die Welt innerhalb und außerhalb meiner Haut. Es ist die Abgrenzung zwischen dir und mir, zwischen Freund und Feind, zwischen innen und außen. Jeder zieht Kreise: um sich, um dich, um die Freunde, um die Familie, um die Glaubens-oder Wertegemeinschaft, um die Nation. Es entsteht eine grundsätzliche Abtrennung voneinander, die unweigerlich zu Konflikten führt. Durch die Angst vor dem Anderen grenzen wir ganz und gar unsere private Weltgegen den Rest der Welt ab. Wir leben dadurch in ständiger Reibung, erleben andauernden Widerstand, erzeugen die verschiedensten Formen von neurotischem Verhalten und der Konflikt wird zum Normalzustand.

Was ist real und was ist Illusion?

Meine vorgefassten Begriffe und Wertigkeiten prallen auf die vorgefassten Begriffe und Wertigkeiten des Restes der Welt. Das erzeugt Spannung, denn jeder sieht seine persönliche Sicht der Welt als Normalzustand, sieht die eigene Vorteilsuche als gerechtfertigt. Der eigene Geist ist von der Formel „mein“ geprägt: mein Besitz, mein Haus, meine Frau, mein Kind. Gibt es einen größeren Unsinn, das mein zu nennen, was mir noch nie gehört hat und nie gehören wird? Dass ich eines Tages alles loslassen muss, was mir eh niemals gehört hat, beziehe ich diese Tatsache nicht in meine Lebensstrategie ein? Mein Geist ist unfähig, zu erkennen, was wirklich ist und was Illusion. Er muss eine Mauer des Widerstands um sich bauen, der Angst und der Sorge. Was diese Mauer hoch und höher zieht? Mein illusionäres Ich-Konstrukt: Ich gegen den Rest der Welt. Vielleicht mache ich noch einigen Personen innerhalb der Mauer Platz (die natürlich ebenfalls mein sind) –aber dann: Wir gegen den Rest der Welt! Und damit haben wir Tag und Nacht Widerstand, Konflikt, ständigen Kampf und Schmerz, weil jede Bewegung, die mich vom Anderen abgrenzt, Schmerz und Konflikt hervorruft. Wir besitzen einen Geist, der ständig dabei ist zu kalkulieren, zu vergleichen, zu streben, getrieben zu werden, endlos mit sich selbst zu schwätzen oder über andere herzuziehen. Ein solcher Geist kann niemals erkennen, was wahr ist, oder was falsch ist. Als homo sapiens sitze ich in der Falle. Wenn ich in ihr sitze und mich befreien will, ist es müßig zu fragen, wer sie mir gestellt hat –ich will ihr entkommen! Jedoch, ohne das Verstehen, dass ich selbst die Falle bin, wird das nichts werden. Ich als Mensch bin von Natur aus aggressiv, brutal, egoistisch, hinterhältig, gemein und ich will dominieren. Und die Triebkraft für all das ist die Angst, sie bewirkt diese grundsätzliche aggressive Betriebsamkeit.“