Was haben Eisen, Muskeln, Disteln und die Farbe Rot gemeinsam?

Die Astrologie begreift den Kosmos als dynamisches und geordnetes System archetypischer geistiger Gestaltungskräfte (Urprinzipien), quasi „Urbausteine“ des Lebens. Ähnlich wie in der Malerei, kann aus einigen Grundfarben jeder Farbton erzeugt werden. So sind auch irdische Phänomene Ausdruck der zu einem bestimmen Zeitpunkt wirksamen Urprinzipien. Dieses Modell findet sich auch in anderen Bereichen wieder, der Psychoanalytiker C.G. Jung etwa, sprach von den Archetypen der Seele. Ihre Kombination und Gewichtung prägt die Qualität der Zeit. Stellen Sie sich vor Sie kochen und haben eine bestimmte Anzahl von Zutaten zur Verfügung. Der Geschmack wird davon abhängig sein, wie Sie die Zutaten kombinieren und wie viel Sie davon jeweils verwenden. So wie das Ergebnis Ihrer Kochkunst davon abhängt, wie Sie Ihre verfügbaren Zutaten verwenden, fasst die Astrologie alle irdischen Phänomene als analoge Entsprechungen von urprinzipiellen Mustern auf.

Zurück zur Frage was Eisen, Muskeln, Disteln und die Farbe Rot gemeinsam haben. In der üblichen Denkweise nichts, denn wir sind gewohnt, alle Pflanzen, alle Tiere, alle Mineralien usw. in jeweils einer Kategorie zusammen zu fassen. Alle Mineralien kommen in eine Kategorie, alle Säugetiere usw. Geht man allerdings davon aus, dass alle sichtbaren Erscheinungen als analoge Entsprechungen von Urprinzipien aufgefasst werden können, finden wir hier jeweils Repräsentanten des Urprinzips "Energie, Impuls" vor.

  • Sozial: der Krieger, der Pionier
  • Mineral: Eisen;
  • Körper: Kopf, Muskeln, rote Blutkörperchen, Immunsystem
  • Pflanze: Distel
  • Form: spitz;
  • Farbe: Rot
  • Planet: Mars
  • Sternzeichen Widder

Jeder Mensch trägt alle Urprinzipien in sich, aber in unterschiedlicher Kombination und Gewichtung. Um herauszufinden wie die einzelnen Urprinzipien zur Geltung kommen, braucht es ein Bezugssystem, den Tierkreis. Die Tierkreiszeichen zeigen, in welchem Milieu die Urprinzipien zur Entfaltung drängen. Je besser dieses Milieu zu ihrer Natur passt, desto besser können sie sich entwickeln.

Im Gegensatz zum vertrauten „Waagrechten Denken“ in Kategorien, denkt die Astrologie „senkrecht“ in Analogien. Sie ist eine Symbolsprache, die in Bildern und Gleichnissen die Qualität der Zeit erkennt und vermittelt. Was ist Zeitqualität?

Die Astrologie geht davon aus, dass Zeit eine quantitative und eine qualitative Dimension hat. Ausdrücke wie "gute Zeiten“ oder "schlechte Zeiten“ weisen auf diese innere Beschaffenheit der Zeit hin. Wenn die Zeit "reif geworden“ ist, dann lässt sie etwas zu, was vorher nicht möglich war. Zeit hat Kompetenz.

Astrologie „misst“ und erforscht die Qualität der Zeit

Die Kunst des analogischen Schlusses von der Stellung der Himmelskörper auf die Zeitqualität hat eine lange Tradition, die ursprünglich den Priestern und Gelehrten vorbehalten war. Die qualitative Dimension der Zeit kann symbolisch in Form eines Horoskopes dargestellt werden. Das Horoskop ist ein Ab­bild der ekliptikalen Projektion der Planeten und des Tierkreises für einen bestimmten Zeitpunkt und bezogen auf einen irdischen Ort. Die Planetenberechnung erfolgt geozentrisch (weil es über irdische Belange etwas aussagen soll und nicht weil wir nicht wissen, dass sich die Erde um die Sonne dreht) . Für die Erstellung eines Horoskops benötigt man aus diesem Grund Datum, Zeit und Ort einer Geburt oder eines Ereignisses. Die Positionen der Planeten werden im ekliptikalen Koordinatensystem dargestellt. Dieses stellt die Basis für den in der westlichen Astrologie verwendeten tropischen Tierkreis dar. Die Position der mit den Tierkreiszeichen namensgleichen Sternbilder, spielt dabei keine Rolle.
Bild: C Uwe Walz



Die wichtigsten astrologischen Richtungen kurz erklärt.

Eine Übersicht der wichtigsten astrologischen Fachbegriffe.

Woher kommt die Astrologie, wie hat sie sich entwickelt?

Was Ihnen ein Horoskop erzählen kann.

Zwei Arten den Himmel zu betrachten ...

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Zeit ist nicht
gleich Zeit

Die Zeitqualität handelt, im Gegensatz zu der auf der Uhr ablesbaren Zeitquantität =die Menge gemessener Zeit, von der inhaltlichen Beschaffenheit der Zeit. Sie kennen das sicher, manchmal flutscht es nur so und manchmal fühlt es sich an, als ob Ihnen unsichtbare Knüppel zwischen die Beine geworfen würden, obwohl in beiden Fällen die gleiche Zeitspanne verstrichen ist.