Neumond Juli 2019

Das innere Kind umsorgen

Am 2. Juli vereinen sich die Sonne und der Mond im Krebs zum Neumond der zugleich auch eine Sonnenfinsternis ist.. Dadurch erfahren die angesprochenen Themen eine ungeheure Intensivierung.
Dies kann besonders bei den Anfang Juli und Anfang Jänner Geborenen tiefgreifende Wandlungsprozesse in Gang setzen. Doch worum geht es bei diesem Neumond?
Im Krebs stehen Bedürfnisse und Gefühle im Vordergrund. Was bewegt unser Gemüt und was brachen wir um uns beschützt genährt und geborgen zu fühlen? Sorgen wir gut für unser inneres Kind oder schieben wir es zur Seite, wenn es Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht?

Das innere Kind

Die Prägungen aus unserer Kindheit, sind tief im Unbewussten verankert. Alle die freudvollen Erlebnisse, aber auch all die erlittenen Verletzungen und Kränkungen. Die Summe all dessen ist unser inneres Kind, das sich nach Aufmerksamkeit und Liebe sehnt. Oft gelingt es in der Kindheit das nötige Ur- und Selbstvertrauen zu entwickeln und eine innere Heimat und Stärke zu finden. Vielfach fehlt es aber und dies verursacht Unsicherheit.und Zweifel. Sicherheit, Schutz und Geborgenheit werden dann im Außen gesucht. Das kann aber auf Dauer nicht funktionieren und Entäuschung, mitunter auch Wut sind die Folge. Das Außen ist ein Spiegel des meist verdrängten Inneren und aus dieser Perspektive sind Überreaktionen und Schwierigkeiten in Beziehungen  Symptome innerer Heimatlosigkeit und fehlenden Urvertrauens.

Innere Welten erfühlen

Dieser Neumond im Krebs lädt uns dazu ein, die inneren Welten zu erfühlen. Dabei können wir auch feinste Nuancen wahrnehmen. Wir erkennen ob wir unsere Heimat gefunden haben und wie wir in das Ganze eingebettet sind. Das innere Kind kann ins Bewusstsein rücken und durch wohlwollendes Annehmen ein Stück weit Heilung erfahren. Auch Mitmenschen und Familie können im Zuge dessen zum Thema werden. Fühlen wir uns mit ihnen wohl oder fehlt die Vertrautheit?

Der Aszendent steht im Steinbock und Saturn und Pluto  in Konjunktion dazu. So dürfte vor allem in Wien eine Polarisierung stattfinden zwischen strikten überpersönlichen Ansprüchen und Glaubenssätzen, die sich in Form öffentlicher Ordnung oder Strenge ausdrücken können und den spontanen Bedürfnissen unseres inneren Kindes. Identifiziert man sich zu sehr mit diesen Strukturen, wird das Lebendige in uns erstickt. Im Gegenüber entsteht das Gefühl von Bevormundung und ruft rebellische Energien auf den Plan. Gibt man sich nur seinen Gefühlen hin, fehlt die Objektivität, der Halt und die Instanz die Orientierung gibt. Gefühle sind dann wie ein See ohne Ufer, sie zerfließen und überschwemmen, aber sie nähren nicht. Hier geht es also darum, einen Weg zu finden, wo das Harte (Steinbock/Saturn) das Weiche (Krebs/Mond) stützt und schützt und natürlich auch darum unserem inneren Kind eine gute Mutter oder Vater zu sein.