Die große Konjunktion im Wassermann

Aufbruch in eine neue Epoche

Jupiter Saturn - die große KonjunktionJupiter und Saturn bilden etwa alle 20 Jahre eine Konjunktion. Dabei wechseln sie in etwa alle 200 Jahre das Element. So treten sie zum Beispiel 200 Jahre im Element Feuer, 200 Jahre im Element Erde, 200 Jahre im Element Luft und 200 Jahre im Element Wasser auf. Im Gesamten ergibt sich auf diese Weise ein Zyklus von 800 Jahren. Konjunktionen, die einen Elementewechsel vollziehen, läuten eine neue Epoche ein. Diese Konjunktionen werden wegen ihrer Wichtigkeit auch große Konjunktionen genannt.

Die vier Elemente
Feuer – Aufbruch

große Konjunktion im Element FeuerFeuer ist heiß und trocken, trennend, expandierend und aktivierend. In einer Feuerepoche ist die Dynamik des Anfangs von essenzieller Bedeutung. Pioniergeist und Eroberungslust dominieren den Zeitgeist. Es werden also beispielsweise neue Reiche gegründet und bestehende erweitert. Auch Eroberungsfeldzüge haben Hochsaison. Feuer ist dynamisch, also werden Vorhaben mit Mut, Schwung und Tatkraft in Angriff genommen.

Erde – Konsolidierung

große Konjunktion im Element ErdeErde ist dicht, schwer, fruchtbar, stabil, langsam und träge. In Erdzeiten wird das Bestehende gefestigt und der materielle Aspekt der Welt wird dominant. Materielle Werte, Konsum und Besitz gewinnen dementsprechend an Bedeutung. Es ist also naheliegend, dass es in Erdepochen vor allem um den Aufbau materiellen Wohnstands, sowie dessen Absicherung geht. Auch das Weltbild ist materialistisch und mechanistisch.. Nur was man messen und wiegen kann, zählt.

Luft – Vermittlung

große Konjunktion im Element LuftLuft ist beweglich, verbindend, vermittelnd, aufsteigend und expansiv. In Luftzeiten geht es vor allem um geistige und körperliche Beweglichkeit, Flexibilität, Ideale, Ideen, Kommunikation, Technologie und Handel. Vernetzung und Austausch werden wichtiger als leibliche Genüsse, Prestige und materielle Besitztümer. Auch eine Überdehnung und deren Folgen sind charakteristisch für diese Zeiten. So kommt es häufig zum Zerfall von Großreichen und zum Platzen von Blasen.

Wasser – Verbindung

große Konjunktion im Element WasserWasser ist anpassungsfähig, flexibel, formlos, grenzenlos, lebensspendend und verbindend. Dieses Element fließt um Hindernisse herum, löst Blockaden auf und kann so Leidende erlösen. Daher gehen Wasserepochen oft einher mit einer Hinwendung zum Spirituellen. Die Menschen begeben sich auf die Suche nach Gott. Auch die Seefahrt passt inhaltlich sehr gut zu diesem Element. In der letzen Wasserepoche, blühte beispielsweise der Seehandel auf und auch zahlreiche Entdecker besegelten die Weltmeere.

Schwierige Übergänge

Seit dem Jahr 1802 befinden wir uns in der Erdepoche. Diese wurde unter anderem durch die industrielle Revolution, dem Kampf um Besitz und Ressourcen und einem materialistischen Denken geprägt! Die nun am 21. Dezember stattfindende große Konjunktion auf 0° Wassermann markiert den endgültigen Übergang in das Element Luft. Der Übergang von einem in das nächste Element wird meist von Umbrüchen, Neuerungen und einer Veränderung der herrschenden Machtstrukturen begleitet.

… und Rückfälle

Bis sich ein Zyklus vollständig in einem Element etabliert hat, kann es mitunter „Rückfälle“ ins alte Element geben. So waren die Jupiter – Saturnkonjunktionen seit 1802 im Erdelement. Doch von 1980 bis 2000 gab es bereits einen Vorgeschmack auf die Luftepoche. In dieser Zeit wurde das Internet erfunden. Diese Erfindung brachte neue Möglichkeiten für Vernetzung und Informationsaustausch mit sich. Im Zuge dessen wurden Daten zum neuen Gold der Wirtschaft. Im Jahre 2000 gab es dann einen Rückfall ins Erdelement. Aber 2020 wechselt der Jupiter und Saturnzyklus endgültig und bis ins Jahr 2219 ins Element Luft.

Errungenschaften der Erdepoche

Errungenschaften der Luftepoche

Technischer Fortschritt

Die nächsten 200 Jahre werden eine Weiterentwicklung der Trends der 80er Jahre sein. Soziale Medien haben ja bereits jetzt die Kommunikationsgewohnheiten verändert. So ist es mittlerweile möglich, sich rund um den Globus in Bild und Ton auszutauschen. Auch viele Geschäftsreisen können bereits durch Videokonferenzen ersetzt werden. Da die Digitalisierung rasante Fortschritte macht, wird das Internet der Dinge bald zum Alltag gehören. Auch künstliche Intelligenz wird eine große Rolle spielen. Hier ist ebenfalls mit großen Fortschritten zu rechnen, die technologische und wissenschaftliche Durchbrüche ermöglichen werden. Wohin die Reise gehen könnte, zeigt der Erfolg einer künstlichen Intelligenz bei der Entschlüsselung eines Proteins. >>>

Die Welt ordnet sich neu

Die Machtblöcke werden sich neu definieren und es liegt im Bereich der Möglichkeiten, dass sich Machtstrukturen zugunsten digitaler Konzerne verschieben. Es wird jedenfalls einiges in Bewegung geraten, zumal die Konjunktion auf einer „Sollbruchstelle“ stattfindet. So ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Risse und Bruchlinien in der Gesellschaft verstärken und dass die bisherigen Machthaber ihre Privilegien nicht kampflos aufgeben werden. Diese Tendenz wird durch den gespannten Saturn – Uranus Aspekt 2021 noch verstärkt. Die Coronakrise ist lediglich ein Symptom von den tiefgreifenden 2020 gestarteten Umwälzungsprozessen, nicht die Ursache.

Das rechte Maß finden

Bei Saturn und Jupiter kommen das Prinzip der Struktur und der Grenze und das Prinzip der Sinnsuche und Expansion zusammen. Was liegt also näher als das rechte Maß zu finden beziehungsweise Dinge auf das richtige Maß zu reduzieren oder zu erweitern? So etwa die Digitalisierung oder die Globalisierung zu optimieren anstatt zu maximieren. Auch die Bereiche Begegnung und Kreativität werden angesprochen. So könnten beispielsweise Hierarchien abflachen, zugunsten einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Ein weiterer Aspekt ist der zwischenmenschliche Bereich. Hier gibt es ein Übermaß an virtueller Begegnung. Das geht oft so weit, dass sich die Menschen im realen Leben gar nicht mehr wahrnehmen, weil jeder in sein Smartphone starrt.

Neue Wertmaßstäbe entwickeln

Die große Konjunktion wirft einige Fragen auf. Wie viel Neuerung braucht es und wie viel Struktur? Wo beginnt und wo endet persönliche Freiheit? Wie kann auf dem Fundament der Vergangenheit eine sozial gerechtere Welt aufgebaut werden? Müssen Gemeinwohl und Eigennutz ein Widerspruch sein? Aus den Antworten auf diese Fragen ergeben sich neue Wertmaßstäbe, die sich in den nächsten Jahren etablieren werden. So kann mit der Zeit eine neue und für alle Wesen lebenswertere Welt entstehen. Dieser Prozess dürfte aber von zahlreichen und schmerzhaften Geburtswehen begleitet werden. Schließlich ist es nicht leicht, etwas Vertrautes zugunsten von etwas unbekanntem Neuem  loszulassen.

21.12.2020