2020 astrologisch betrachtet

Horoskopgrafik Symbol für 20202020 bewegen wir uns in einem dynamischen Zeitfenster, das sich in markanten planetaren Konstellationen spiegelt. Zum einen gibt es die Saturn – Plutokonjunktion im Steinbock, die Anfang 2020 erstmals exakt wird, und zum anderen durchwandert 2020 auch noch Jupiter das Steinbockzeichen und trifft dort auf Saturn und Pluto. Es steht also der Neubeginn von gleich drei großen Planetenzyklen an: Saturn – Pluto, Jupiter – Pluto und Jupiter – Saturn. Dies initiiert tiefgreifende langfristige gesellschaftliche Wandlungsprozesse. Es lohnt sich daher, genauer hinzusehen.

Die beteilgten Planeten
Jupiter

der Herrscher des Tierkreiszeichens Schütze entspricht dem Prinzip der Expansion. Es drängt uns dazu, die Bedeutung und den Sinn des Lebens zu verstehen. Er symbolisiert den Drang, sich weiterzuentwickeln, die Welt zu verstehen und ein Weltbild zu entwickeln.. Seine Kehrseite ist Übertreibung, die Gier nach dem Maximum, missionarischer Eifer und das sich elitär Emporheben über andere.

Saturn

der Herrscher des Tierkreiszeichens Steinbock symbolisiert Struktur und Grenzen. Die Gesetze und die gesellschaftliche Ordnung tragen seine Handschrift. Er kennzeichnet auch jene Regeln, die wir als innere Normen von der Umwelt übernommen haben. Dies kann sich in Form eines Perfektionsanspruches oder als äußere Blockaden zeigen. Nehmen Sie als Beispiel Ihren Terminkalender: Lässt er Spielraum für spontane Lebensäußerungen oder beschränkt er Sie starr auf eine bestimmte Tagesstruktur?

Pluto

der Herrscher des Tierkreiszeichens Skorpion  ist die Kraft der Wandlung. Altes muss „sterben“, damit wir uns regenerieren und weiterentwickeln können. Dazu gehören fixe Ideen und Vorstellungen darüber, wie etwas sein sollte. Er symbolisiert auch Macht und Kontrolle. Haben Sie sich selbst und Ihr Leben im Griff oder müssen Sie sich fremden Vorstellungen unterordnen, wie etwa einem scheinbar alternativlosem Finanz- oder Wirtschaftssystem?
Fixe Ideen blenden Teile der Wirklichkeit aus und können daher nur unvollkommen sein. Sie brechen deshalb zwangsläufig irgendwann zusammen. Radikal wird dann zerstört, was sich der Entwicklung widersetzt. Diese Krisen führen zu einer neuen Sicht auf die Dinge und leiten tiefgreifende Wandlungsprozesse ein.

Saturn und Pluto – Strukturen im Wandel

Am 12.1.2020 trifft die Vorstellung davon, wie die Welt, das Leben und der Mensch sein sollte, auf das strukturgebende Prinzip. Mit der Zeit entsteht ein „Antibios“, eine Struktur zur Unterdrückung der natürlichen Vielfalt des Lebens und der individuellen Bedürfnisse zugunsten einer Idealvorstellung. Diese Konjunktion weist auf eine erdrückende Verdichtung von Normen und Regeln hin, die jedwede spontane Lebensäußerung ersticken können. Es geht um die Regeln der Macht und um das Leitbild der gesellschaftlichen Ordnung. Erste Anzeichen sind eine zunehmend überbordende Regelung des Lebens, wie Essverbot, Rauchverbot, Patente auf Saatgut und Tiere, Einschränkung des Bargeldverkehrs uvm. Im kardinalen Tierkreiszeichen Steinbock wird dieser Prozess aktiv vorangetrieben und als geltender Maßstab und als zu erreichendes Ziel etabliert.

Ein geschichtlicher Rückblick

Das letzte Zusammentreffen dieser beiden Planeten im Tierkreiszeichen Steinbock fand im Jänner 1518 statt. Damals war der Ablasshandel üblich. Man konnte sich von den Strafen für seine Sünden freikaufen um nicht in der Hölle schmoren zu müssen. Dies verlieh dem Klerus Reichtum und Macht. Martin Luther protestierte gegen das Ablassunwesen und die Kommerzialisierung des Glaubens. Es entflammte ein Kampf zwischen Katholiken und Protestanten, der Mitteleuropa verwüstete. Wie bei der kommenden Konjunktion war Uranus im Stier. Ein ähnliches Prinzip kann man heute im Handel mit Emissionszertifikaten erkennen.

Jupiter und Saturn – Grenzen des Wachstums

Die Konjunktion dieser beiden Planeten durchläuft in etwa 800 Jahren alle vier Elemente. Die erste Konjunktion im neuen Element wird Mutationskonjunktion oder coniunctio media genannt. Dabei kann es nach der Mutationskonjunktion durchaus noch zu „Rückfällen“ in das frühere Element kommen. Es kann 40 bis 60 Jahre dauern, bis sich Jupiter und Saturn in einem neuen Element etabliert haben. Am 21.12.2020 ereignet sich diese Konjunktion im ersten Grad des Luftzeichens Wassermann. In Luftzeiten verlagert sich dabei das Interesse auf Ideen und die materielle Komponente tritt in den Hintergrund. Es wird wichtig, in der dem vorherrschenden Ideal entsprechenden Weise über die Dinge zu denken. Die Entstehung der Inquisition im 13. Jahrhundert ist ein historisches Beispiel dafür, wie abweichendes Denken verfolgt und bestraft wird. Ähnliche Tendenzen zeichnen sich aktuell im Zwang ab, die Vorgaben des vorherrschenden Meinungsideals zu erfüllen. Wer widerspricht oder sie kritisiert, wird an den Pranger gestellt.

Auch die Einsicht, dass es grenzenloses Wachstum in einem begrenzten Raum nicht geben kann, dürfte nun mainstreamtauglich werden. Im günstigsten Fall wird das quantitative Wachstum von einem qualitativen Wachstum abgelöst- weniger und besser.

Digitalisierung

Auch die Digitalisierung ist eine Entsprechung des Luftelementes. Alles und jeder soll miteinander vernetzt werden und miteinander interagieren können. Alexa und selbstfahrende Autos sind nur die Vorboten einer smarten Lebenswelt. Sie nimmt dem Menschen zwar viel Arbeit ab, macht ihn aber auch gläsern und damit erpressbar. Globale Ordnungssysteme treten an die Stelle lokaler Strukturen. Selbstfahrende Autos können beispielsweise von jedem Ort der Welt gesteuert werden. In jedem Fall markiert diese Konjunktion eine Sollbruchstelle. Nicht tragfähige Strukturen, realitätsfremde Ideale und Spaltungstendenzen dürften uns in Zukunft vermehrt beschäftigen.

In Kombination mit der vorher beschriebenen Saturn – Plutokonjunktion ist meine spontane Assotiation dazu, „Metternich 2.0″.- ein digitaler Überwachungsstaat. Im günstigsten Fall wandelt sich eine repressive Struktur in eine sinnstiftende Ordnung.

Pluto und Jupiter – Weltbilder im Wandel

Sie ereignet sich dreimal. Das erste Mal am 05.04.2020, das zweite Mal am 30.06.2020 und das dritte Mal am 12.11.2020. Die Verbindung zwischen Jupiter und Pluto weist auf die Macht des Glaubens hin. Wer an eine Sache glaubt, ist motiviert und hat die Kraft, sie auch zu Ende zu bringen. Manchmal kann der Glaube ja tatsächlich Berge versetzen. Religiöser Fanatismus, Terrorismus und das Festhalten an dogmatisch vertretenen Überzeugungen sind die dunkle Seite der Medaille.
Auch ein Schuldausgleich ist ein mögliches Szenario. Eine Jupiter/Pluto-Verbindung geht nämlich oft mit extremen Fehleinschätzungen einher. Dies kann Zusammenbrüche und Pleiten zur Folge haben. Dazu passt, dass die letzte Jupiter – Plutokonjunktion im Dezember 2007 mit der großen Finanz- und Wirtschaftskrise zusammenfiel. Da das Finanzsystem noch immer instabil ist und nur künstlich gestützt wird, könnte sich auch auf diesem Sektor einiges tun.

Inwieweit Sie das persönlich betreffen könnte, lässt sich anhand des persönlichen Horoskopes ermittel. Das Jahreshoroskop 2020 ermöglicht Ihnen einen ersten groben Überblick.