2020

Wendezeit und Wertewandel

Prosit 2020

2020 ist ein astrologisch sehr bedeutsames Jahr, denn es treffen zeitlich gleich mehrere wichtige planetare Zyklen zusammen. Zum einen die Zyklen von Saturn und Pluto, sowie von Pluto und Jupiter. Sie vollenden sich im Steinbock und beginnen neu. Zum anderen der Zyklus von Jupiter und Saturn der im Wassermann endet und neu durchstartet. Da der Anfang von Zyklen den Beginn von etwas Neuem und gleichzeitig das Ende einer Entwicklung darstellt, wird dadurch eine Wendezeit angezeigt, die auch mit einem Wertewandel verbunden ist. 2020 fällt der Startschuss für neue kollektive Entwicklungen, welche die kommenden Jahre und Jahrzehnte prägen werden.

Chance oder Herausforderung

Wie dies persönlich empfunden wird hängt von der Qualität der Wandlungsprozesse und natürlich auch von der persönlichen Einstellung dazu ab. Für Pioniere etwa, ist ein Neustart 2020 mit einer positiven Aufbruchsstimmung verbunden. Konservative Bewahrer hingegen, werden Veränderungen skeptisch bis ängstlich gegenüberstehen. Um die Vorteile dieser kommenden Entwicklung für sich nutzen zu können, sollte man seine digitale Fitness steigern und sich mit den neuesten technischen Entwicklungen vertraut machen ohne sich ihnen auszuliefern.

Dynamische Prozesse

Zyklen sind dynamische Prozesse, die verschiedene Stadien durchlaufen, auch Zeit verläuft zyklisch. In der ersten Hälfte herrscht eine innovative, expansive, zuversichtliche und auf die Zukunft gerichtete Dynamik vor. Die Saat geht auf, wächst und gelangt zur Blüte. In der zweiten Hälfte reifen die Früchte heran und anschließend setzen Verfallsprozesse ein. Dazwischen gibt es immer wieder Phasen, wo Korrekturen vorgenommen werden müssen und Phasen der Stabilität.

Altlasten erschweren Neustart

Idealerweise wird ein Zyklus nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich vollendet. Beispielsweise beginnt man erst mit einer Aufgabe, bearbeitet sie, entdeckt allfällige Fehler und korrigiert sie. Dann bringt man seine Aufgabe zu Ende und hat dann den Kopf frei für die nächste Aufgabe. Oft werden aber Dinge auf die lange Bank geschoben oder verdrängt. Doch je mehr unerledigte Dinge sich ansammeln, desto mehr blockieren die aktuellen und zukünftigen Aufgaben. Offene Zyklen binden Energie, die dann für neue Aufgaben fehlt. Leider gibt es 2020 global viele Baustellen, die den Aufbruch in die neue Zeit belasten, etwa soziale Schieflagen, Wetterextreme, gesellschaftliche Spaltungstendenzen oder Umweltzerstörung. Wir reisen quasi mit schwerem Gepäck.

Die beteiligten Planeten

Bausteine der an den Planetenzyklen beteiligten SymbolePlanetensymboleUm zu erkennen, was die anstehenden Planetenzyklen bedeuten könnten, müssen wir uns die beteiligten Planeten und ihre Symbole genauer ansehen. Sie setzen sich aus den Elementen Kreis, Halbkreis und Kreuz zusammen,
Der Kreis symbolisiert den Geist, das kreativ, schöpferische Prinzip.
Der Halbkreis hat die Form einer Schale. Er repräsentiert die Seele, das Empfängliche und das Unbewusste. Der Halbkreis ist ein Teil des Kreises, astrologisch macht es daher wenig Sinn, Geist und Seele als etwas Unverbundenes zu denken. Die senkrechte Linie steht für den Verstand, im Sinne der praktischen Vernunft. Die waagrechte Linie ist das Symbol für den Körper. Verstand und Körper bilden das Kreuz der Materie.
Die Kombination dieser Elemente verrät uns, wofür die beteiligten Planeten stehen und welche Qualitäten die kommenden Zeiten prägen werden.

Planetensymbol Saturn

Saturn – das Kreuz der Materie liegt auf der Seele. Sie bekommt eine Form und ordnet sich dadurch der Struktur und den Gesetzen der materiellen Welt unter. Auch Gebote und Verbote tragen die Handschrift Saturns. So etwa Regeln und Gesetze, sowie jene Skript-Muster, die wir als innere Normen von der Umwelt übernommen haben. Mit seiner Hilfe können wir aber auch innere Klarheit erlangen und uns eine stabile Basis schaffen, von der aus wir unseren Seelenauftrag in der materiellen Welt erfüllen können.

Planetensymbol PlutoPluto – Der Kreis, das Symbol des Geistes, umschließt die Seele. Bedürfnisse werden einer Idee untergeordnet, die oft geradezu wie besessen verfolgt wird. Pluto symbolisiert daher auch Macht und Kontrolle, wie sollte es sonst gelingen, die Welt nach den eigenen Vorstellungen zu formen? Fixe Ideen blenden aber Teile der Wirklichkeit aus und können daher nur unvollkommen sein. Sie brechen deshalb zwangsläufig irgendwann zusammen. Diese Krisen führen zu einer neuen Sicht der Dinge und leiten tiefgreifende Wandlungsprozesse ein. Altes muss „sterben“, damit wir uns regenerieren und weiterentwickeln können.

Planetensymbol JupiterJupiter – Die Seele steht über dem Kreuz der Materie, sie wird also in ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung nicht behindert. Dabei ist die Frage nach dem Sinn ganz elementar. Sie regt die Menschen dazu an auf Reisen zu gehen und sich mit Philosophie oder Religion zu beschäftigen. Seine Domäne sind Expansion, Fülle, Horizonterweiterung, Erkenntnis und Glück. Wichtig ist dabei, das Optimum zu finden und nicht gierig nach dem Maximum zu streben. Sonst kommen seine Schattenseiten, nämlich Übermaß und Übertreibung zum Vorschein.

Die großen Themen 2020

Saturn und Pluto – Strukturen im Wandel – 12.1.2020 >>>
Saturn und Jupiter – Grenzen des Wachstums – 21.12.2020 >>>
Jupiter und Pluto – Weltbilder im Wandel05.04.2020, 30.06.2020 und 12.11.2020.>>>

Diese Zyklen können natürlich nicht isoliert betrachtet werden, da sie wiederum in andere ineinandergreifende Zyklen eingebettet sind. Dennoch wird ihre Qualität stark spürbar sein. Nun gilt es, die damit verbunden Chancen zu erkennen und zu nutzen. Gerne unterstütze ich Sie dabei im Rahmen einer astrologischen Beratung.

Glück oder Unglück

Denn man kann nie wissen, ob ein Unglück nicht doch ein Glück ist? Dies zeigt die folgende Geschichte von Christian Morgenstern recht deutlich:
Eines Tages lief einem Bauern das einzige Pferd fort und kam nicht mehr zurück. Da hatten die Nachbarn Mitleid mit dem Bauern und sagten: „Du Ärmster! Dein Pferd ist weggelaufen – welch ein Unglück!“
Der Landmann antwortete: „Wer sagt denn, dass dies ein Unglück ist?“
Und tatsächlich kehrte nach einigen Tagen das Pferd zurück und brachte ein Wildpferd mit.
Jetzt sagten die Nachbarn: „Erst läuft dir das Pferd weg – dann bringt es noch ein zweites mit! Was hast du bloß für ein Glück!“
Der Bauer schüttelte den Kopf: „Wer weiß, ob das Glück bedeutet?“ Das Wildpferd wurde vom ältesten Sohn des Bauern eingeritten; dabei stürzte er und brach sich ein Bein. Die Nachbarn eilten herbei und sagten: „Welch ein Unglück!“
Aber der Landmann gab zur Antwort: „Wer will wissen, ob das ein Unglück ist?“
Kurz darauf kamen die Soldaten des Königs und zogen alle jungen Männer des Dorfes für den Kriegsdienst ein. Den ältesten Sohn des Bauern ließen sie zurück – mit seinem gebrochenen Bein.
Da riefen die Nachbarn: „Was für ein Glück! Dein Sohn wurde nicht eingezogen!“

5.08.2019